Verbundstoffe

Unter Verbundverpackungen verstehen wir Verpackungen, die aus mindestens zwei Materialien bestehen, die so miteinander verbunden sind, dass man sie mit der bloßen Hand nicht voneinander trennen kann.  Am bekanntesten sind sie wohl als Getränkekartons. Diese bestehen aus Pappe, einer Aluminium- und einer Kunststoffschicht. Häufig werden Verbundverpackungen aber auch für Instantsuppen u.Ä. sowie für Gefrierkost verwendet.
Ein Getränkekarton  besteht zu etwa 75 % aus Papier, also Zellulose. Bei der Verwertung wird der Karton im ersten Schritt in einer Ablösetrommel unter Zugabe von Wasser geschleudert. Die Zellulose trennt sich dabei von den Aluminium- und Kunststofffolien. Aus der Recycling-Papiermasse werden Verpackungen minderer Papierqualität hergestellt, etwa Eierkartons.
Aluminium und Kunststoff werden meist in der Zementindustrie verwertet: Der Kunststoff wird zur Energieerzeugung verbrannt und das Aluminium wird dem Zement zur Qualitätsverbesserung beigemischt.
Ein Recyclingverfahren, bei dem aus dem Plastik- und dem Metallanteil wieder neue Produkte aus diesen beiden Materialien hergestellt werden können, hat sich bisher in Deutschland nicht durchgesetzt. (Quelle: www.trenntstadt-berlin.de, „'Second Life': Das zweite Leben von Getränkekartons").

 

Autor: Andreas Pützer

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