Mülltrennung

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Ein Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Müll zu trennen ist in Deutschland mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Oder doch nicht?
Immer noch landen tonnenweise Bioabfall oder wertvolle wiederverwertbare Kunststoffe, Metalle, sowie Papier und Glas in der Müllverbrennungsanlage oder es müssen Fremdstoffe bei der Wiederaufbereitung mühsam und kostenintensiv aussortiert werden. Wo nicht durch elektronische Verfahren, Magnetismus oder Wasserbäder sortiert werden kann, geschieht dies per Handarbeit.

Trotzdem verbleiben noch große Mengen an Wertstoffen im Restmüll, das heißt, sie können nicht stofflich wiederverwertet werden, sondern werden zur Energiegewinnung verbrannt. Berliner werfen 60% ihres gesamten Haushaltabfalls in die Reststofftonne. Der deutsche Bundesbürger dagegen gerade 32% (2015). Wertvolle Rohstoffe gehen so unwiederbringlich verloren.
 

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie zum Mitmachen animieren. Wir möchten Ihnen zeigen, dass die Trennung von Abfällen Sinn macht, wie Sie am besten trennen und warum Sie dabei Geld sparen können.
In Berlin stellen die Abfallentsorger verschiedenfarbene Tonnen für die verschiedenen Stoffgruppen bereit. Diese Tonnen werden in den Unterkapiteln ausführlich vorgestellt.
Sortieren jedoch - müssen Sie!
 

Wussten Sie etwa schon,

  • dass Deutschland mit einer Recyclingquote von 64% europaweit Spitze ist ?(Quelle: Focus 24.11.2016)
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  • dass im Jahre 2015 in Berlin immer noch 815.000 Tonnen Restmüll anfielen?
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  • dass Berlin seit Anfang 2013 eine neue Wertstofftonne hat, die von der BSR und von ALBA bereitgestellt wird?
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  • wie aus Kunststoffflaschen Pullis, Mülleimer und weitere nützliche Dinge entstehen?
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  • dass in Berlin im Jahr 2016  167.797 Tonnen Altpapier aus Haushalten eingesammelt wurden? Das sind 47 Kilogramm pro Bewohner.
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  • dass jeder Bürger Berlins im Jahre 2016 durchschnittlich 18 Kilo Altglas gesammelt hat? Das mach für die gesamt stadt 64.877 Tonnen.
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  • warum „Bio“plastiktüten nicht in die Bioguttonne gehören?
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  • warum die Energiesparlampe nach Gebrauch zum Sondermüll gehört?
    >>> mehr
  • wie Sie Sperrmüll entsorgen sollten?
    >>> mehr
  • welche Getränkeverpackung die umweltfreundlichste ist?
    >>> mehr
     

Und welche Rolle spielt der Gesetzgeber dabei?

Die Deutsche Gesetzgebung sieht für Wirtschaft, Gewerbe und für Privathaushalte die Trennung und – soweit möglich – die Wiederverwertung von Abfällen vor. Seit Inkrafttreten der Abfallablagerungs-Verordnung 2005 darf kein unbehandelter Abfall mehr deponiert werden.

Das seit Juni 2012 gültige Kreislaufwirtschaftsgesetz (KRWG) bestimmt im Wesentlichen, wie Abfälle zu behandeln sind. Die Schonung natürlicher Ressourcen sowie der Schutz von Mensch und Umwelt stehen im Mittelpunkt des Gesetzes. In die Pflicht genommen werden vor allem Wirtschaft, Handel und öffentlich-rechtliche Entsorger. Letztere sind in Berlin die Berliner Stadtreinigung  (BSR). Hinzu kommen freiwirtschaftliche Entsorger, wie etwa in Berlin die ALBA.

Bundesweit sollen die Haushalte ihre Abfälle nach Stoffgruppe bzw. nach Wiederverwertungswegen trennen. Die Entsorgungsunternehmen stellen dem Bürger hierzu „bunte Tonnen“ zur Verfügung, die den vorsortierten Haushaltsabfall aufnehmen.

Je nach Rentabilität bzw. Unkosten der Entsorgung von verschiedenen Abfallarten sowie aufgrund unterschiedlicher Finanzierungssysteme ist die Leerung der Tonnen unterschiedlich teuer oder auch kostenlos.

> Mehr zum Thema Müll und Mülltrennung finden Sie in unseren Hintergrundkapiteln.

> Hier finden Sie ebenfalls weitere Informationen zum Thema Recycling.

Bild: © Gabi Schoenemann  / www.pixelio.de

 

 

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