Müllvermeidung

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In Berlin ist der Haushaltsmüll in den Jahren 1996 - 2010 nur geringfügig zurückgegangen, nämlich von rund 1.040.000 auf 850.000 Tonnen. 2016 waren es laut BSR-Entsorgunsbilanz noch 827.113 Tonnen. Nicht enthalten ist hierin der Sperrmüll, dessen Aufkommen sich etwas deutlicher reduzierte. Dies sollte ein Grund sein, neben der Weiterverwertung von Abfällen, daraufhinzuarbeiten, dass Problem auch grundsätzlich anzugehen, nämlich durch Abfallvermeidung.

 

Abfallvermeidung beim Einkauf

Schon beim Einkauf lässt sich sehr gut Abfall vermeiden. Kaufen Sie bewusst Ware mit wenig Verpackung und vor allem mit solchen Verpackungen, die sich gut recyceln lassen. Hier einige Tipps:

  • Ein Einkaufszettel kann helfen, "Einkaufsdisziplin" zu wahren und nicht Unnötiges mitzunehmen.
  • Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Produkte - etwa Elektroartikel - repariert werden können, dass sie z.B. verschraubt sind und nicht verschweißt oder verklebt.
  • Ist Ihnen bereits aufgefallen, dass Elektroartikel oft nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen? Mehr zum Stichwort Obsoleszenz auf www.murks-nein-danke.de.
  • Eine gute Energiesparlampe leuchtet übrigens etwa 10 mal so lange wie eine herkömmliche Glühbirne. Außedem ist sie zu großen Teilen (auch das Quecksilber) recycelbar. Mehr zur Energiesparlampe bei www.berliner-energiecheck.de .
  • Mehrwegverpackungen sparen Abfall,
  • ebenso Stoff-Einkaufstaschen oder -körbe, statt der Wegwerf-Tüten
  • und kaufen Sie lieber Wasch- und Spülmittelkonzentrate statt Riesenverpackungen mit viel Füllstoff
  • sowie Nachfüllpackungen für Flüssigseifen und Co.

 

Abfallvermeidung im Haushalt

Auch im Haushalt lassen sich viele Abfälle einsparen. Hier einige Tipps:

  • Werfen Sie Lebensmittel erst weg, wenn sie tatsächlich verdorben sind – und nicht vorher. Berücksichtigen Sie dabei, dass viele  Lebensmittel über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehrt werden können. Joghurt zum Beispiel lässt sich oft noch lange danach genießen. Bei Fleisch dagegen ist Vorsicht walten zu lassen. Hier sollte das Verfallsdatum bei Verzehr besser nicht überschritten werden.
  • Viel Papier ließe sich einsparen, wenn keine Werbung mehr versandt würde, die sowieso nicht gelesen wird. Sollten Sie keine Werbung mehr in den Briefkasten gesteckt bekommen wollen, können Sie einen Aufkleber anbringen, der diese untersagt. Postalische und andere Werbung kann auch vermieden werden, in dem man sich auf der "Robinson Liste" (www.robinsonliste.de) einträgt.
  • Verwenden Sie Verpackungen, Plastiktüten, Geschenkverpackungen und -papier mehrmals. Alte Zeitungen lassen sich manchmal  hervorragend zum Verpacken verwenden. Fast immer eignen sie sich als Füllstoff für Pakete. Wenn Sie dadurch keine Noppenfolie aus Plastik mehr verwenden, ersparen Sie der Umwelt so einiges und auch Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.
  • Benutzen Sie Kunststoffdosen zum Verpacken von Lebensmittel statt Frischhaltefolie oder - noch besser  - benutzen sie Verpackungen, in denen Lebensmittel schon beim Einkauf verpackt waren, einfach mehrmals.
  • Durch das Ausleihen von Werkzeugen u.Ä.  lassen sich viele Anschaffungen vermeiden. Sie sparen Geld und reduzieren Abfall.

 

Weitergeben oder reparieren lassen statt wegzuwerfen

Vielleicht haben Sie Kinder, die schnell aus Ihrer Kleidung herauswachsen, Ihr Fernseher funktioniert noch, Sie wollen dennoch einen neuen, beim Ausmisten von Kleiderschrank und Abstellraum findet sich vieles, was raus kann? Ihre alten CDs gefallen Ihnen nicht mehr? Werfen Sie die Dinge nicht weg, bringen Sie sie lieber zur Altkleidersammlung, ins Kinderheim oder in einen Wohltätigkeitsladen oder verkaufen Sie sie an einen Second-Hand-Shop oder über das Internet an privat. So manches lässt sich übrigens auch reparieren und erspart Ihnen somit den Neukauf.

Links zu Reparaturstellen und Börsen für gebrauchte Artikel

Weitergeben statt wegwerfen - gebraucht statt neu
Reparieren statt wegwerfen

Bildnachweis: ©Abfallwirtschaftsbetrieb Lk Haßberge / abfallbild.de

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