Sondermüll

""Was wir im Alltag als „Sondermüll" bezeichnen, heißt im juristischen Sprachgebrauch entsprechend der EU-Richtlinie 91/689/EWG „Gefährliche Abfälle" (englisch: hazardous wastes). Die Richtlinie gilt EU-weit und schreibt eine behördliche Kontrolle der Entsorgung dieser Abfallgruppe vor, sowie gewisse Mindeststandards.
Eine Abfallnachweisführung soll sowohl verhindern, dass die Abfälle im Innland unsachgemäß entsorgt als auch dass sie gesetzeswidrig ins Ausland geschaffen werden. Die deutsche Nachweisverordnung  bestimmt, dass seit April 2010 der Nachweis entsprechend elektronischem Abfallnachweisverfahren (eANV) durchzuführen ist.

Das Europäischen Abfallverzeichnis weist derzeit 405 Abfallarten als „gefährlich" aus.
Grundsätzlich können auch diese wiederverwertet werden. Für besonders gefährliche Stoffe gilt aber ab einer bestimmten Konzentration der Vorrang der Beseitigung vor der Wiederverwertung.

Zu den, im Haushalten am häufigsten anfallenden gefährlichen Abfällen, gehören Lösemittel, Säuren, Laugen, Farb- und Lackreste, Pestizide, Stoffe mit Schwermetallverunreinigungen.

 

Autor: Andreas Pützer

Bildnachweis: ©Stadtwerke Aschaffenburg, Entsorgung / abfallbild.de

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